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1970 In monatelanger Vorbereitung rüsteten sich die 29 Aktiven auf ihr 50jähriges Jubiläum, welches vom 26. bis 29. Juni auf dem Festplatz gegenüber der TV Halle mit Bierprobe, Jungmusikertreffen, Totenehrung, Festbankett, Tagwache, Festgottesdienst, Festzug, Massenchor, Festnachmittag und einem Kinderfest groß gefeiert wurde. Die Patenschaft hatte der Musikverein Rohlingen übernommen. Des weiteren war der Musikverein Waltershofen zu Gast. 36 Musikkapellen marschierten am Sonntag in einem farbenprächtigen Umzug durch das fahnengeschmückte Dorf. Das 3.000-Mann-Zelt hatte sich als »Glücksgriff« erwiesen, denn infolge eines heftigen Gewitters strömten die Musiker und Festgäste ins Festzelt, wo man insgesamt einen Rekord-Bierumsatz von 10.0001 verzeichnen konnte.

Franz Furch wurde für 50jährige Musikertätigkeit mit dem Bundesehrenbrief ausgezeichnet. Hans Bieg, Martin Ernst sen., Heinrich Köder, Franz Stegmaier, Anton Schips, Anton Schreckenhöfer und Anton Vaas durften für 40jähriges Musizieren die Bundesehrenurkunde entgegennehmen. Die silberne Ehrennadel erhielten Josef Brenner, Martin Ernst jun., Philipp Hauser, Kaspar Kraus und Felix Schweitzer. Bronze wurde an Bernhard Bieg, Hermann Demel, Moritz Dobstetter, Karl Dobstetter, Kurt Dobstetter, Hermann Fuchs, Karl Hasenberger, Xaver Mack, Josef Ott, Willi Rupp und Franz Stocker verliehen. Unvergessliche Tage erlebte die Musikerfamilie ebenfalls beim Ausflug ins Allgäu, wo die Kapelle beim Doppelkonzert des Musikvereins Waltershofen mitwirkte.

1971 Vorstand Xaver Mack stellte sein Amt bei der Generalversammlung nach achtjähriger verdienstvoller Tätigkeit zur Verfügung, was allseits sehr bedauert wurde. Edwin Schips konnte als Nachfolger gewonnen werden. War die Blasmusik beim Musikverein bis zu diesem Zeitpunkt Männersache, so wurde er an Fronleichnam durch den ersten Auftritt der fünf talentierten Damen Christa Fischer, Maria Ilg, Hedwig Münz, Brigitte Schips und Maria Schmid emanzipiert.

Der Musikverein übernahm des weiteren die musikalische Gestaltung des 50jährigen Jubiläums des TV Neuler. Dabei wurde in Neuler erstmals anlässlich eines Festes Hitzkuchen verkauft. Am 11. Juli durfte die Gemeinde nach 13 Jahren wieder eine Primiz feiern. Der Primiziant Hansjörg Mangold wurde vom Musikverein musikalisch empfangen und feierlich durchs Dorf geleitet. Beim 25jährigen Jubiläum des Kleintierzuchtvereins war der Musikverein ebenfalls präsent. Die Tanzkapelle des Musikvereins trat erstmals unter dem wohlklingenden Namen »Beilinda« auf. Durch Vermittlung von Dirigent Stegmaier gesellte sich mit dem Schlagzeuger Erich Geist aus Ellwangen ein ehemaliger Berufs- und Militärmusiker zum Verein.

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1972  Kassierer Philipp Hauser trat bei der Jahreshauptversammlung von seinem Posten zurück. Für ihn konnte Karl Ilg gewonnen werden. Das Gartenfest feierte man erstmals im Festzelt, welches auf dem Festplatz bei der Brühlschule aufgestellt wurde. Im Angebot befanden sich nebst Grillwürsten auch Hitzkuchen aus »Fischers-Beck's Backofen«. Außerdem wirkte der Verein beim 25jährigen Jubiläum des Obst- und Gartenbauvereins mit.

1973 Bernhard Bieg stellte sich nach zehnjähriger vorbildlicher Schriftführertätigkeit nicht mehr zur Wahl. Für ihn fand die Versammlung in Xaver Mack einen bewährten Nachfolger. Es wurde weiterhin der Beschluss gefasst, dass das Rauchen künftig während der Probe zu unterlassen ist. Am Abend des 12. April verbreitete sich wie ein Lauffeuer die Nachricht, dass Dirigent Franz Stegmaier völlig unerwartet, und für alle unfassbar, verstorben ist. Es war ein schwerer Schlag für den Musikverein, denn Franz Stegmaier war mit 58 Jahren noch die treibende Kraft und das Rückgrat des Vereins. Er war darüber hinaus weitgehend Organisator wie auch Notenbetreuer und leitete und behütete seine Musiker 22 Jahre lang um Gotteslohn. Am Sonntag, dem 15. April, haben ihm seine Musiker sowie eine überaus große Trauergemeinde die letzte Ehre erwiesen. Vorstand Edwin Schips würdigte in seinem Nachruf nochmals seinen großen Idealismus zum Wohle des Musikvereins. Mit dem »Guten Kameraden« und dem inniglichen Lied »Ich gehe wenn ich traurig bin«, welches der Verstorbene wenige Wochen zuvor arrangiert hatte, nahmen seine Musiker von ihm bewegten Herzens Abschied.

Nun standen die Musiker vor vollendeten Tatsachen. Es war ein Glücksfall, dass Erwin Köder, als Hüttlinger Dirigent, in die Bresche sprang und sich als Aushilfsdirigent zur Verfügung stellte. Nach einer mehrmaligen Werbekampagne zur Jugendausbildung meldeten sich überraschend 43 Jungen und Mädchen. Erwin Köder hatte bei der Instrumentenberatung überdies eine glückliche Hand, so dass er mit einer kompletten Orchesterbesetzung die Ausbildung beginnen konnte. Mit Trauer nahm der Musikverein am 7. Juni Abschied von seinem ehemaligen Vorstand und Musikkameraden Martin Ernst. Der Verstorbene hatte von 1934 bis I960 die Geschicke des Vereins mit großer Umsicht geleitet. Viele großartige Theateraufführungen wurden ebenfalls unter seiner Regie abgehalten. Mit Grabmusik und einem Nachruf gedachten die Musiker seiner in Ehren.

1974 Die Jugendlichen kamen in der Generalversammlung in die Obhut der Jugendleiter Martin Ernst und Egon Kuhn. Am 1. Mai ließen die Musiker ihre Instrumente unterm Maibaum erklingen. Stadtpfarrer Patriz Hauser hatte den Musikverein zur musikalischen Umrahmung des ersten Spatenstichs der Hl.-Geist -Kirche in Ellwangen eingeladen.

Unvergessliche Tage erlebten die Ausflügler beim Musikfest in Waltershofen im Allgäu, wo man nach durchfeierter Nacht und einer dezimierten Mannschaft ganz spontan am Wertungsspiel teilnahm und unter der Leitung von Erwin Köder mit »Bergheimat« einen ersten Rang erzielte, was groß gefeiert wurde. Im Oktober geleiteten die Musiker Pfarrer Wierer zu Grabe.