Jugendfreizeit 2026
Auch in diesem Jahr hieß es für die Jugend des Musikvereins Neuler in den Sommerferien wieder: Koffer packen, Instrumente zu Hause lassen und gemeinsam auf große Fahrt gehen! Vom Samstag, 8. August, bis Samstag, 15. August 2026, führte uns unsere Jugendfreizeit in die deutsche Hauptstadt Berlin. Unser Zuhause für diese Woche war eine Jugendherberge direkt am idyllischen Wannsee.
Am Sonntag starteten wir mit einem Teamevent der „Grenzgänger“. Unsere Aufgabe: Aus Fässern, Holzstäben und Seilen ein Floß bauen, das anschließend tatsächlich auf dem Wannsee schwimmen sollte. Bevor es ans Bauen ging, stand zunächst ein Gruppenspiel auf dem Programm, bei dem wir unseren Teamgeist unter Beweis stellen konnten. Danach wurde fleißig gebaut, geknotet und getüftelt. Doch damit nicht genug: Jedes Team musste sich zusätzlich eine Geschichte und eine kleine Vorführung überlegen, die später auf dem selbst gebauten Floß präsentiert werden sollte. Die Guides versorgten uns dafür mit den passenden Kostümen. So verwandelten wir uns unter anderem in Wikinger, Asterix und Obelix, Wölfe und viele andere lustige Gestalten.
Nach den wirklich tollen und kreativen Vorführungen kam der spannende Moment: Die Floße wurden zu Wasser gelassen. Und zu unserer eigenen Überraschung können wir stolz verkünden: Keines unserer Floße ging mit uns unter!

Am Nachmittag folgte der traditionelle Orientierungslauf. In kleinen Gruppen machten wir uns auf den Weg und mussten unterwegs verschiedene Aufgaben und Spiele bewältigen. Jeder Punkt zählte – schließlich wartete am Abend eine Siegerehrung auf uns.
Am Montagmorgen ging es dann hinein in die Berliner Innenstadt. Zu Fuß wanderten wir durch den Tiergarten bis zum Brandenburger Tor. Dort warteten bereits Jetbikes auf uns. Das sind große Fahrräder, auf denen mehrere Personen gleichzeitig in die Pedale treten, während ein Guide lenkt.
Gemeinsam mit unseren Guides erkundeten wir Berlin auf ganz besondere Weise. Wir fuhren mitten durch die Straßen der Hauptstadt, vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten, wir machten kleine Wettrennen und erfuhren nebenbei viel über die Geschichte Berlins.

Am Dienstagmorgen stand ein Besuch im Reichstag auf dem Programm. Wir bekamen ein Führung durch das Gebäude und anschließend gingen wir auf die Kuppel.

Am Nachmittag kam dann unsere sportliche Seite zum Vorschein: Es ging ins Olympiastadion Berlin. Bei einer Führung durften wir einen Blick hinter die Kulissen des großen Stadions werfen und sogar die Kabinen der Fußballspieler besichtigen, in denen schon zahlreiche Fußballstars Platz genommen haben. Ein besonderes Highlight war, dass wir - ganz wie die deutsche Nationalmannschaft - gemeinsam ins Stadion einlaufen durften.

Am Mittwoch führte uns unser Weg erneut in die Berliner Innenstadt. Zunächst besuchten wir die Hackeschen Höfe, einen historischen Gebäudekomplex aus acht miteinander verbundenen Höfen mit beeindruckender Architektur, kleinen Geschäften, Gastronomie und kulturellen Angeboten. Anschließend ging es weiter nach Kreuzberg. Der Berliner Stadtteil ist bekannt für seine kulturelle Vielfalt, seine lebendige Kunst- und Kneipenszene und seine ganz besondere Mischung aus unterschiedlichen Kulturen und Lebensstilen. Kreuzberg hat dabei – so schön und bunt manche Ecken sind – durchaus auch seine weniger schönen Seiten.
Am Abend stand schließlich ein ganz besonderes Naturschauspiel auf dem Programm: Die Sonnenfinsternis! Wir machten uns auf den Weg zum Tempelhofer Feld – und gefühlt hatte ganz Berlin dieselbe Idee. Unfassbar viele Menschen versammelten sich dort, um dieses besondere Ereignis gemeinsam zu erleben.

Nachdem wir das beeindruckende Schauspiel am Himmel bestaunt hatten, war der Abend aber noch lange nicht vorbei. Wir hatten unsere Musikboxen dabei und veranstalteten kurzerhand unsere eigene kleine Party. Es wurde gesungen, getanzt und gelacht – bis spät in die Nacht. Am Donnerstag ging es nach Babelsberg, wo wir den Filmpark besuchten und in die Welt von Film und Fernsehen eintauchten. Besonders die Stuntshow faszinierte uns: Dabei zeigen professionelle Stuntleute spektakuläre Filmtricks, Stürze, Kämpfe und actionreiche Szenen live vor Publikum.


Am späten Nachmittag ging es weiter zu Katjes. Die Süßigkeitenfirma hatte an diesem Tag – so munkelt man – wohl den erfolgreichsten Einnahmetag des Jahres mit uns!
Danach fuhren wir weiter nach Potsdam zum Schloss Sanssouci. Das ehemalige Sommerschloss Friedrichs des Großen ist von einem wunderschönen weitläufigen Park mit beeindruckenden Gartenanlagen, Terrassen und Skulpturen umgeben. Ein schöner und etwas ruhigerer Abschluss eines ereignisreichen Tages.
Am Freitag, unserem letzten vollständigen Tag in Berlin, stand zunächst das Futurium auf dem Programm. Das Futurium ist ein Zukunftsmuseum in Berlin, das sich mit der Frage beschäftigt, wie wir morgen leben wollen, und dabei mögliche Entwicklungen in Bereichen wie Technik, Gesellschaft, Umwelt und Wissenschaft zeigt. Das war spannend und interessant – allerdings waren wir nach dieser ereignisreichen Woche inzwischen auch ziemlich müde. Beim anschließenden Shopping im Alexa war davon plötzlich nichts mehr zu spüren. Auf einmal waren alle wieder hellwach!
Danach ging es zurück zur Jugendherberge. Doch bevor die Koffer endgültig gepackt werden mussten, wartete noch das große Finale unserer Berlinwoche auf uns.
Am letzten Abend besuchten wir im Friedrichstadt-Palast die spektakuläre Grand Show „BLINDED by DELIGHT“. Eine Revue verbindet Musik, Tanz, Artistik, aufwendige Kostüme und beeindruckende Bühnenbilder zu einem großen Gesamterlebnis.
Über 100 Künstlerinnen und Künstler begeisterten uns mit atemberaubenden Tanz- und Artistikdarbietungen. Besonders beeindruckten uns die schwebenden Seiltänzer, spektakuläre Akrobatik und eine Künstlerin, die ihren Körper unglaublich verbiegen konnte. Mit faszinierenden Kostümen, Musik und Licht war die Show ein toller Abschluss unserer gemeinsamen Berlinwoche.

Müde, aber glücklich ging es anschließend zurück in die Jugendherberge.
Am Samstag war unsere Jugendfreizeit dann leider schon wieder vorbei.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die bei der Planung, Organisation und Umsetzung dieser Jugendfreizeit geholfen und damit diese besondere Woche überhaupt möglich gemacht haben.
